Den Horizont durch Begegnungen erweitern

 

 

 

 

 

Lohrtalschule und Pestalozzi-Realschule besiegelten Schulpartnerschaft mit Scuola "Marin Sanudo il giovane" in Rosolina

RNZ Artikel von Nadine Slaby


Mosbach. Mit einem herzlichen "Buongiorno" begrüßte Carsten Uhrig, Leiter der Lohrtalschule in Mosbach, Gäste aus Rosolina, Oberbürgermeister Franco Vitale, Bürgermeister Daniele Grossato, Anna Frasson von der Verwaltung sowie die Lehrerinnen Elisa Gallo und Margherita Da Re mit ihren 24 Schülern, die zur Unterzeichnung der Schulpartnerschaft nach Mosbach gereist waren. Der kleinen Feierstunde in der Turnhalle der Schule wohnten auch Oberbürgermeister Michael Jann, Ursula Geier von der Mosbacher Stadtverwaltung sowie Marco Schirk, Leiter der ebenfalls an der Partnerschaft beteiligten Pestalozzi-Realschule Mosbach, die Konrektorin der Lohrtalschule, Bettina Jordan, Schüler sowie zahlreiche Mitglieder des Rosolina-Komitees bei.
Von einem Besuch in Rosolina war Oberbürgermeister Michael Jann mit der Anfrage nach einer Schulpartnerschaft im Gepäck nach Mosbach zurückgekehrt. Für die Pestalozzi-Realschule sei die Kooperation allein aber nicht zu stemmen gewesen, verriet Ursula Geier, die bei der Stadt für die Städtepartnerschaften zuständig ist. Darum hätte sich die Lohrtalschule der Partnerschaft angeschlossen. "Im Dezember 2016 haben wir uns erstmals zu Gesprächen getroffen", so Ursula Geier. Ein knappes halbes Jahr später stand nun die Unterzeichnung der Verträge an.
Bevor allerdings die Verantwortlichen das Wort und dann auch den Stift ergreifen konnten, hüpften einige Schüler mit italienischen, deutschen und EU-Fähnchen für eine Tanzeinlage auf die Bühne. Danach freute sich Michael Jann, dass nach der Städtepartnerschaft nun auch eine Schulpartnerschaft mit der Scuola "Marin Sanudo il giovane" in Rosolina geschlossen werden könne. Für alle Schüler der drei Schulen ergebe sich so die Möglichkeit, "den Horizont durch Begegnungen zu erweitern". Dies sei gerade in den heutigen, für Europa schwierigen Zeiten von "besonderer Wichtigkeit". Man dürfe nicht nur die Unterschiede wie Traditionen und Sprache sehen, sondern müsse sich auch auf die gemeinsamen Werte wie Demokratie, Freiheit und Gerechtigkeit besinnen.
"In unserer zunehmend durch globale Verflechtungen gekennzeichneten Welt des 21. Jahrhunderts wird es für jeden europäischen Bürger immer wichtiger, mit Menschen aus anderen Ländern im Geiste der Aufgeschlossenheit, Toleranz und Solidarität zusammenzuarbeiten", argumentierte Michael Jann. "Nehmt die Chance des Schüleraustauschs an und knüpft Kontakte und Freundschaften fürs Leben", riet der Oberbürgermeister den Mädchen und Jungen.
Rosolinas Oberbürgermeister Franco Vitale freute sich ebenfalls über die nun bestehende Schulpartnerschaft und legte den italienischen Schülern ebenfalls nahe, die sich dadurch ergebenden Möglichkeiten zu nutzen. "Alles Gute - und schaut, dass ihr den Kopf immer auf den Schultern behaltet", meinte er zum Abschluss.
Die beiden Jugendgemeinderäte Niklas Blüthner aus Mosbach und Sara Nalin aus Rosolina wünschten den Schülern ebenfalls "viel Spaß", bevor die Vertreter beider Städte zur Unterzeichnung schritten.
Hernach wurden noch Geschenke ausgetauscht - und die waren sehr gesund. Die Abordnung aus Rosolina hatte für die deutschen Lehrer, Schüler und Verantwortlichen Karotten mitgebracht. Diese werden in Rosolina hauptsächlich angebaut und sind deshalb typisch für die Stadt. Mit nach Rosolina wird ein Apfelbaum reisen. "Wir haben uns überlegt, was symbolisiert eine Partnerschaft?", erläuterte Bettina Jordan. "Er soll tiefe Wurzeln schlagen, und die Äpfel sollen die Früchte sein, die wir bei dieser Partnerschaft ernten."

 

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Bravissimo! Mosbach hat eine neue Partnerschule