Lehrerinformation

 

Lehrerinfo zum Trainingsraumprojekt in der Lohrtalschule

 

  1. Klare Regeln, klare Konsequenzen

    Grundlage der Trainingsraum-Methode ist die Anerkennung, dass Lehrer und Schüler sich in der Schule in einer Gemeinschaft befinden, die durch klare Regeln und klare Konsequenzen gekennzeichnet ist.
     
  2. Mit der Einführung des Trainingsraumes verfolgt die Schule ein zweifaches Ziel.

    Lernbereite Schüler/innen schützen und ruhigen, ungestörten Unterricht ermöglichen.

    Störenden Schülern/innen gezielt Hilfen anbieten, um ihr Sozialverhalten zu verbessern und Eigenverantwortung zu ermöglichen.
     
Wer sich nicht an die Regeln halten kann und will, geht in den Trainingsraum, um dort über sein Verhalten nachdenken zu können ...
Der Unterricht läuft nun in weitgehend störungsfreier Atmosphäre ab.
Das Programm bezieht sich ausdrücklich nur auf Unterrichtsstörungen!
 
In allen Klassen werden zu Beginn des Schuljahres drei grundlegende Regein besprochen:
 
1. Jede Lehrkraft hat das Recht, ungestört zu unterrichten.
2. Jede/r Schüler/in hat das Recht, ungestört zu lernen.
3. Jede/r muss die Rechte der anderen respektieren.

Werden diese Regeln nicht eingehalten, wird der/die Schüler/in verwarnt (ausdrückliche Ermahnung) und von der jeweiligen Lehrkraft auf die Lernmöglichkeit im Trainingsraum hingewiesen.
In der Einführungswoche haben die Klassenlehrer und Klassenlehrerinnen mit ihren Lerngruppen geklärt, was die Regeln für sie und die Schüler bedeuten, und haben die Abmachungen mit konkreten Inhalten gefüllt.
 
So könnten die Regeln innerhalb einer Klasse (konkrete Inhalte) beispielsweise aussehen:
 
• Ich höre zu, wenn andere sprechen.
• Ich warte, bis ich aufgerufen werde.
• Ich achte das Eigentum anderer.
• Ich spreche höflich.
• Ich gehe rücksichtsvoll mit anderen um.
• Ich befolge die Arbeitsanweisungen des Lehrers / der Lehrerin.
• Ich passe im Unterricht auf und beteilige mich.
 
Ausdrückliche Ermahnung

Hat die Lehrkraft den Eindruck, dass der Unterrichtsablauf oder einzelne Schüler gestört werden, wird dem störenden Schüler auf ruhige und respektvolle Art mitgeteilt, dass er den Unterricht stört und es wird die Frage gestellt, ob er bereit ist, das Störverhalten abzustellen bzw. die Regeln einzuhalten oder nicht.
Dieser Ermahnung liegt ein Fragenritual zugrunde:
• Was tust du gerade?
• Gegen welche Regel verstößt du?
• Was geschieht, wenn du die Regeln nicht einhältst?
• Schaffst du es, dich an die Regeln zu halten oder möchtest du in den Trainingsraum gehen?
• Deine nächste Störung bedeutet, dass du dich für den Trainingsraum entscheidest.

Dieses Ritual repräsentiert den Rahmen der ausdrücklichen Ermahnung. Dies ist dem Schüler bewusst, da er in der Einführungswoche unterwiesen wurde.
Im Idealfall läuft der Unterricht danach störungsfrei weiter.
Bei einer erneuten Störung geht der Schüler  in den Trainingsraum.
 
 
Der Trainingsraum funktioniert nach folgendem Prinzip:
 
Wer in der Unterrichtssituation nicht in der Lage ist, die Regeln einzuhalten, bekommt die Möglichkeit im Trainingsraum mit Hilfestellung des Trainingsraumlehrers (und ergänzender Arizonatexte = Hilfstexte zur Problemreflexion) das eigene Verhalten zu reflektieren. Der Trainingsraum ist ein eigens zu diesem Zweck eingerichteter Raum.
Im Trainingsraum finden die eigentlichen Lernprozesse der Schüler statt. Hier finden die Problembesprechungen statt. Gestellt wird die Frage, ob sich die Schüler ein zukünftiges störungsfreies Verhalten vorstellen könnten und wie sie dies konkret umsetzen wollen. Besprochen werden auch die Widerstände, welche die Schüler davon abhalten könnten. Am Ende des Gesprächs mit dem Trainingsraumlehrer erstellen die Schüler einen Plan, der zur Rückkehr in die Klasse berechtigt und der inhaltlich das neue Verhalten beschreibt, das die Schüler bereit sind zu zeigen.
Zurück in der Klasse
Der Schüler legt dem Lehrer den Rückkehrplan aufs Pult und setzt sich ruhig hin. Sobald möglich (eventuell aber erst nach der Stunde) spricht der Lehrer den Plan mit dem Schüler durch und akzeptiert ihn oder nicht. Bei Nichtakzeptanz geht der Schüler in den Trainingsraum zurück und überarbeitet seinen Plan. Erst danach kann er wieder am Unterricht teilnehmen.
Der Schüler allein ist dafür verantwortlich, den versäumten Unterrichtsstoff nachzuholen.
Besondere Situationen:
Steht eine Klassenarbeit an ist der Schüler / die Schülerin verpflichtet in den Unterricht zurückzugehen.
Schüler die öfter in den Trainingsraum verwiesen werden, müssen einige Konsequenzen tragen.
  • Nach dem dritten Mal werden die Eltern mit einem Brief benachrichtigt. Es wird darauf hingewiesen, dass nach dem vierten TR-Besuch erzieherische Maßnahmen erfolgen.
  • Nach dem vierten Mal findet ein Elterngespräch statt, in dem Unterrichtsausschluss angedroht wird.
  • Nach dem fünften Mal werden die angedrohten Maßnahmen durchgeführt.
    Ziel: Kooperation Elternhaus - Schule. Gespräch mit Schüler, Eltern, Beratungslehrer und Klassenlehrer und eventuell weiteren Personen.
    Für Schülerinnen und Schüler, werden gemeinsam mit den Eltern Hilfsmaßnahmen entwickelt.
 
Elterngespräche
 
Elterngespräche sind ein wichtiger Bestandteil der Methode, sie unterstreichen das Ziel, die Erziehungspartnerschaft zwischen Elternhaus und Schule zu festigen. Schließlich ziehen wir an einem Strang und wollen für unsere Schüler bzw. Kinder das bestmögliche Ziel erreichen.
In einem solchen Gespräch geht es darum, die bisherigen Pläne, die Erfolge und deren Scheitern zu analysieren, ein wichtiges persönliches (Nah-)Ziel herauszustellen und zu überlegen, wie dieses Ziel durch unseren gemeinsamen Einsatz erreicht werden kann. Auf Grund der schriftlichen Aufzeichnungen haben alle Beteiligten Einblick in die Entwicklung bzw. fehlende Entwicklung beim Schüler.
 

 

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